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10 Jahre Umweltverband

10 Jahre Umweltverband Chiemsee

 

Zum 1.1.2000 wurde der Abwasserzweckverband Chiemsee unter Leitung des damaligen AZV-Vorsitzenden Lorenz Kollmannsberger in Gemeinschaft aller zehn Verbandsgemeinden zum Abwasser- und Umweltverband erweitert. Neben dem größten Umweltprojekt des AZV, der Sauberhaltung des Chiemseewassers durch den Ringkanal, befasste sich der AZV bereits in den Vorjahren mit weiteren Umweltthemen. Die wichtigsten Anlässe dazu waren die jährlich durchgeführten Chiemseekonferenzen und der Gewässerentwicklungsplan Chiemsee (in Zusammenarbeit mit den Wasserwirtschaftsämtern Rosenheim und Traunstein und der Regierung), der bis zum Jahr 2000 erstellt wurde.

 

Im gleichen Jahr erteilten die Chiemseebürgermeister den Startschuss für die gemeinsame „Chiemseeagenda“, die eine enge Zusammenarbeit der Gemeinden bei mehreren regionalen  Themen  - Energie, Verkehr und Wirtschaft - und eine aktive Beteiligung von BürgerInnen beinhaltete. Gemeinsames Ziel war es, innovative Projekte zu fördern und zukunftsweisende Aufgaben im Umweltschutz anzupacken, um damit eine nachhaltige Regionalentwicklung in Gang zu setzen.

 

Die Verbandsgemeinden haben durch ihre überörtliche Zusammenarbeit, weg vom “Kirchturmdenken“, und durch die offene Bürgerbeteiligung in diesen zehn Jahren viel Positives gemeinsam angeschoben, unter Florian Hoffmann als Nachfolger von Lorenz Kollmannsberger. Wir haben mit beispielhaften Projekten zur Energieeinsparung/ zu erneuerbaren Energien wie z.B. den Bürgersolarkraftwerken und einem verbesserten öffentlichen Verkehr (Bürgerbus, Ringlinie) zum Umweltschutz beigetragen, wir haben aber auch unsere Handwerker und den Ausbau eines naturverträglichen Tourismus gestärkt. Der Chiemsee gilt unter den bayerischen Seen inzwischen als Vorzeigeregion.

 

Es gibt noch viel zu tun – Umweltschutz und Klimaschutz gewinnen eine immer größere Bedeutung für jede Region. Wenn wir CO2-Emissionen senken, schonen wir aber nicht nur die Umwelt, wir beugen auch einer Energieknappheit vor, verringern unsere Abhängigkeit von importierter Energie und stärken unser Handwerk; wenn wir den öffentlichen Verkehr trotz knapper Kassen erhalten und stärken, kommen wir nicht nur dem Auftrag der Gemeinden zur Daseinsvorsorge nach, sondern schaffen bessere touristische Voraussetzungen und wenn wir den umweltfreundlichen Tourismus (unter dem Motto „Naturerlebnis Chiemsee“) gemeinsam mit den Tourismusverbänden ausbauen, erhalten wir dadurch Arbeitsplätze.  

Unser gemeinsames Ziel muss es sein, unser Profil als nachhaltige Modellregion mit Unterstützung aller Gemeinden weiterzuentwickeln und damit Umweltschutz und Wirtschaft gleichermaßen zu stärken. Die wichtigste Basis für den Erfolg unseres Umweltverbandes bleibt die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit und erfolgreich umgesetzte gemeinsame Projekte. Der Rundweg soll in den nächsten Jahren dafür ein Musterbeispiel werden.

 

 



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